Netzwerk
Cafés gelten von alters her als Orte, wo Lebenserfahrungen ausgetauscht, Einstellungen zur Sprache kommen und Weltanschauungen diskutiert werden. Christliche Cafés wollen ein solcher Raum des Dialogs und der zwanglosen Begegnung sein. Sie bieten sowohl den Rahmen für Gespräche unter vier Augen oder in kleinen Tischgruppen als auch für vielfältige kulturelle Veranstaltungen. Sie entsprechen damit den Kommunikationsgewohnheiten unserer Zeit und den Ansprüchen nach gastlichen Orten, an denen sich Menschen wohl fühlen.
In der Art und Weise, wie die Mitarbeitenden in christlichen Cafés den Gästen begegnen, wollen sie Evangelium leben und erlebbar machen. Sie verstehen ihr Engagement als Einladung zum Glauben; achten aber auch das Recht auf Distanz, das jedem Gast zusteht. Hiermit ist ihr missionarisches Grundverständnis umrissen. Cafés, die sich in diesem weiten Verständnis wieder finden, sind im Netzwerk willkommen.
Das Netzwerk möchte in erster Linie Cafés, die räumlich nicht mit einer Kirchengemeinde oder diakonischen Einrichtung zusammen hängen, sondern "Kirche am anderen Ort" sind, eine Plattform bieten. Diese Cafés zeichnen sich dadurch aus, dass sie säkularen Menschen dort begegnen wollen, wo diese ihre Freizeit verbringen und ein kirchliches Angebot häufig nicht vermuten. Sie orientieren sich in ihrem Erscheinungsbild stark am Lebensstil bestimmter Zielgruppen. Sich in einem überwiegend säkularen Kontext behaupten zu müssen, bedeutet auch, dass das Café an bestimmten Tagen verlässlich geöffnet ist (Richtwert: mind. drei Tage pro Woche).
Am Netzwerk können Cafés unabhängig von ihrem Rechtsstatus partizipieren; auch solche in privater Trägerschaft, für die eine stärker erwerbswirtschaftliche Ausrichtung typisch ist. Ein nicht unerheblicher Teil der christlichen Cafés ist rechtlich eigenständig, pflegt aber häufig gute Kontakte zu umliegenden Gemeinden.
Ein Wesenszug vieler christlicher Cafés, die an Aktivitäten des Netzwerks teilnehmen, ist ein starkes ehrenamtliches Engagement. Nur in einem Teil der Cafés sind Mitarbeiter und Mitarbeiter im Rahmen des kirchlichen Stellenplans beschäftigt.
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